Fischbach

Fischbach ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Arnsdorf im Landkreis Bautzen in Sachsen. Das ehemals eigenständige Dorf wurde im Jahr 1999 in die Gemeinde Arnsdorf eingegliedert.

Bild: Teichler Seeligstadt Fischbach
Fischbach von Oben

Fischbach liegt in der gleichnamigen Gemarkung im Osten der Gemeinde Arnsdorf. Es ist umgeben von Arnsdorf selbst im Nordwesten, den Großharthauer Ortsteilen Seeligstadt und Schmiedefeld im Nordosten bzw. Osten, dem Stolpener Ortsteil Rennersdorf-Neudörfel im Südosten sowie dem Dürrröhrsdorf-Dittersbacher Ortsteil Wilschdorf im Süden.

Bild: Fischbach Teichler Seeligstadt 2017
Foto: R.Teichler 2017
Bild: Fischbach Teichler Seeligstadt 2017
Foto: R.Teichler 2017
Bild: Teichler Fischbach Seeligstadt 2017
Foto: R.Teichler 2017

Fischbach erstreckt sich in Nordwest-Südost-Richtung an einem linken Nebenbach der Schwarzen Röder. Westlich von Fischbach dehnt sich der Karswald aus. Das Dorf ist umgeben von landwirtschaftlich genutzten Flächen. Ein Großteil der bebauten Fläche liegt innerhalb des jahrhundertealten Dorffriedens, also der Grenze, die Höfe und Gärten von den Feldern trennte. Einzig im Norden des Dorfes bildete sich eine Kleinsiedlung auf alter Feldflur heraus.

Bild: Teichler Seeligstadt Fischbach 18.Jahrhundert
Karte aus dem 18.Jahrhundert

Der Ortsname Fischbach fand 1241 erstmals Erwähnung in den Schreibweisen „Vispach“, „Visbac“, „Visbach“ und „Vischpach“. Er ist mittelhochdeutschen Ursprungs und trägt die naheliegende Bedeutung „Siedlung am fischreichen Bach“. Aus späteren Jahrhunderten sind unter anderem die Formen „Vyschbach“, „Vieschbach“ und „Fischpach“ überliefert. Die heutige Schreibweise war nachweislich bereits 1499 und um 1600 in Gebrauch.

Bild: Fischbach Teichler Seeligstadt 2017
Foto: R.Teichler 2017
Bild: Fischbach Teichler Seeligstadt 2017
Foto: R.Teichler 2017
Bild: Fischbach Teichler Seeligstadt 2017
Foto: R.Teichler 2017

Das Waldhufendorf war im Jahre 1900 von einer 585 Hektar großen Waldhufenflur umgeben. Es entstand im Zuge der Deutschen Ostsiedlung durch Rodungen inmitten eines zusammenhängenden Waldgebiets, das unter anderem aus Friedewald, Karswald, Massenei, Dresdner, Laußnitzer und Königsbrücker Heide bestand. Die Lage des Ortes an der alten Landstraße von Radeberg über Arnsdorf nach Stolpen („Böhmische Glasstraße“) begünstigte seine Entwicklung. Die Bewohner Fischbachs lebten vorwiegend vom Fischfang und von der Landwirtschaft; sie bewirtschafteten 27 1/6 Hufen zu je 9 bis 12 Scheffel.

Bild: Teichler Fischbach Kirche Seeligstadt 2017
Foto: Reiner Teichler 2017
Bild: Teichler Fischbach Kirche Seeligstadt 2017
Foto: Reiner Teichler 2017
Bild: Teichler Fischbach Kirche Seeligstadt 2017
Foto: Reiner Teichler 2017

Bild: Teichler Kirche Fischbach Seeligstadt 2017
Foto: Reiner Teichler 2017
Bild: Teichler Kirche Fischbach Seeligstadt 2017
Foto: Reiner Teichler 2017
Bild: Teichler Kirche Fischbach Seeligstadt 2017
Foto: Reiner Teichler 2017
Bild: Teichler Kirche Fischbach Seeligstadt 2017
Foto: Reiner Teichler 2017

Bereits um 1500 bestand im Ort eine Pfarrkirche. Die Grundherrschaft in dem Amtsdorf Fischbach übte jahrhundertelang das Amt Stolpen aus. Im Jahre 1856 gehörte Fischbach – im Gegensatz zum nach Radeberg tendierenden Arnsdorf – zum Gerichtsamt Stolpen und kam danach zur Amtshauptmannschaft Pirna, dem späteren Landkreis Pirna. Auf Grundlage der Landgemeindeordnung von 1838 erlangte Fischbach seine Selbstständigkeit als Landgemeinde. Ab 1952 gehörte es zum Kreis Dresden-Land, nach dessen Auflösung dann zum Landkreis Kamenz und seit 2008 zum Landkreis Bautzen. Im Zuge der Gemeindereform am 1. Januar 1999 erfolgte die Eingliederung Fischbachs in die Gemeinde Arnsdorf.

Die Gaststätte "Zum Schwarzen R0ß"

Bild: Teichler Seeligstadt Fischbach 2017
Foto: Reiner Teichler 2017
Bild: Teichler Seeligstadt Fischbach 2017
Foto: Reiner Teichler 2017
Bild: Teichler Seeligstadt Fischbach 2017
Foto: Reiner Teichler 2017

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