Der Natur- und Heimatverein Seeligstadt 2014

Wandern zum ehemaligen Militärstützpunkt in der Massenei

Bild: Teichler Seeligstadt Heimatverein

Hans-Peter Brunecker vom Heimatverein Seeligstadt weist auf eine besondere Wanderung am 11. Mai hin, die der Verein organisiert hat. Besichtigt werden die ehemaligen Militäranlagen in der Massenei. | Foto: privat

Bild: Teichler Seeligstadt Sachsen Heimatverein 2014
Alle Fotos von der Frühjahrswanderung des HV 2014

 

Der Natur- und Heimatverein hatte zusammen mit Sachsenforst zu einer Führung im Gelände der ehemaligen Fla-Raketenstellung eingeladen. Von 1960 bis 1990 wurde das Gelände militärisch genutzt. Danach wurde die Feuerstellung am Kleinen Stern abgerissen und rekultiviert. Nur die alte Wache blieb erhalten und wurde zum Walderlebniszentrum ausgebaut. Nach dem Brand am 24. November 2011 ist jetzt dort ein attraktiver Neubau entstanden. Das Kasernengelände war dann noch bis März 2011 Asylbewerberheim und ist seitdem dem Vandalismus preisgegeben. Bevor eventuell auch hier der Abriss droht, konnten ehemalige Offiziere bzw. Kommandeure gewonnen werden, die mit großer Sachkenntnis vielleicht letztmalig vor Ort schildern konnten, wie alles war.

Mehrere Seeligstädter hatten dort ihre Armeezeit verbracht und es gab Zivilbeschäftigte sowie andere Kontakte, und so war das Interesse natürlich groß. Aber auch sehr viele Auswärtige, besonders ehemalige Armeeangehörige waren der Einladung gefolgt. Insgesamt kamen über 500 Besucher. Mehrere Gruppen wurden durch das Gelände geführt, und Herr Benndorf und Herr Buchler erläuterten ausführlich fachliche Details aus der damaligen Zeit und beantworteten geduldig die vielen Fragen der Teilnehmer.

Gleichzeitig führte der Revierförster Herr Schulze die Besuchergruppen durch den Wald am Kleinen Stern und ging besonders auf die wirtschaftliche Bedeutung des Waldes ein. Die militärischen Belange wurden dort von Herrn Busch erläutert.

Der Natur- und Heimatverein hat dann am neuen Waldhaus am Kleinen Stern alle Besucher bewirtet. Es gab Bratwurst vom Grill, Linsensuppe, Kaffee und Kuchen und natürlich war auch für genügend Getränke gesorgt. Kleine Gesprächsgruppen fanden sich und es wurden unterhaltsame Anekdoten ausgetauscht.

Es war sicherlich ein großes Glück, dass von hier wie in der DDR insgesamt, nie eine Flugabwehrrakete abgeschossen wurde.

Der Natur- und Heimatverein dankt dem Besitzer der Anlage, der Firma Max Aicher, die das Gelände zur Besichtigung freigab. Für die Führungen Dank an den Revierförster Ralf Schulze, sowie die ehemaligen Offiziere Oberst Busch, Oberstleutnant Benndorf und Major Buchler.

 

Werner Frömmel        Mai 2014


Sonderausstellung zur Gebäude- und Häuserchronik  von Seeligstadt erarbeitet von Hans-Peter Bruneker.

Bild: Teichler Seeligstadt Sachsen Heimatverein Ausstellung Häuserchronik  Hans-Peter Bruneker
Foto: R.Teichler

Sonderausstellung 100 Jahre Erster Weltkrieg

 Ab dem 19. Juli 2014 gibt es eine Sonderausstellung zum einhundertsten Jahrestag des Beginns des 1. Weltkrieges. Zu sehen sind unter anderem auch viele Fotos von Gedenkstätten im sächsischen Raum.

Bild: Teichler Seeligstadt Sachsen Heimatverein Ausstellung 100 Jahre 1.Weltkrieg Werner Frömmel
Foto: R.Teichler
Bild: Teichler Seeligstadt Sachsen Weihnachtsmarkt  2014
Seeligstädter Heimatverein holt DDR-Fernsehgeschichte in die Weihnachtsausstellung vor Ort
 
Anlässlich des Seeligstädter Weihnachtsmarktes eröffnet der Seeligstädter Natur- und Heimatverein auch dieses Jahr, am 6. Dezember 2014, 15 Uhr eine Sonderausstellung in den Räumen des Seeligstädter Erbgerichts.
Im Mittelpunkt der Ausstellung steht das Wirken der Fotografin Regine Schneider aus Großharthau. Die Ende der sechziger Jahre in der Hauptabteilung Sport des Fernsehens der DDR, in Adlershof ihre berufliche Laufbahn als Fotografin begann. Einmalig sind die vielen originalen Fotos von Stars und Sternchen der damaligen Zeit, die die junge Fotografin vor und hinter der Kamera anfertigte und die teilweise in der Ausstellung zu sehen sind. Regine Schneider experimentierte zugleich mit der damals hochmodernen Studiotechnik der Deutschen Post in Berlin-Adlershof. Was ihr dann ab dem Jahr 1980 dazu verhalf, in Großharthau ein eigenes Fotoatelier mit Fotoherstellung zu eröffnen.
Die dafür notwendigen technischen Apparate, die die Entwicklung der DDR-Fotoindustrie mit dokumentieren, sind zum Teil in Seeligstadt ausgestellt. Letztere verloren jedoch nach der Wende schnell an Bedeutung, als große Labors die Fotoherstellung übernahmen und der zunehmende Trend zur Farbfotografie die Schwarzweißfotografie fast vollständig verdrängte. Die digitale Entwicklung war es dann, die der damals üblichen Filmentwicklung ein Ende bereitete. Heute spielen Filmnegative oder Dias eher nur noch für wenige besondere Nutzungsbereiche eine Rolle. Insofern ist es eine Gelegenheit, sich nochmals an das Vergangene zu erinnern. Dafür bietet der Seeligstädter Natur- und Heimatverein allen Interessierten am 6. Dezember die Möglichkeit.
Bild: Teichler Presse Seeligstadt Heimatverein 2014
Bild: Teichler Seeligstadt Heimatverein Presse 2014

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