Willkommen auf der Heimatseite von Seeligstadt

Auf dieser Webseite soll es einen kleinen Einblick in das Dorf Seeligstadt bei Großharthau geben. Es wird viel über die Arbeit des Natur- und Heimatvereines von Seeligstadt mit den verschieden Austellungen in den Heimatstuben zu berichten geben.

Die Dorgeschichte und die Kulturdenkmale,die historischen Gebäude,wie die Kirche,die Schule,die Mühle und viele andere Gebäude,werden besondere Beachtung finden.

Das aktuelle Leben im Dorf und in der Umgebung soll auch nicht zu kurz kommen.

Auch das Umland von Seeligstadt, wie die kleineren Dörfer und Massenei mit ihren Sagen, werden Erwähnung finden.

Bild: Kirche Seeligstadt
Foto: R.Teichler

Seeligstadt ist ein zweireihiges,etwa zwei Kilometer langes Waldhufendorf zu beiden Seiten der Schwarzen Röder. Die hinter den Gehöften beginnenden,sich süd-und nordwärts ziehenden langen Streifen der Felder sind noch heute von der höchsten Erhebung des Ortes, dem 295 Meter hohen Schenkberg,erkennbar. Im Westen wird der Flurbereich durch den Ortgrundbach,im Norden durch die Massenei und im Süden durch den Seifenbach begrenzt. Die Bahnstrecke Dresden-Görlitz führt seit dem 21.Dezember 1845 durch den südlichen Flurbereich direkt am Ort vorbei. Die nächstgelegenen Bahnhöfe befinden sich jeweils rund fünf Kilometer entfernt-westlich in Arnsdorf und östlich in Großharthau. Umgebende Ortschaften sind Großharthau,Schmiedefeld,Fischbach und Arnsdorf.

Bild: Ansicht von Seeligstadt
Foto: Reiner Teichler 2014

 

Im Jahr 1882 wurde auf Seeligstädter Flur ein Bronzefund freigelegt. Der westlich des Kreuzungspunktes der Straße Seeligstadt-Schmiedefeld und der Bahnlinie Dresden-Bischofswerda am Ortsausgang gefundene Kasten enthielt ein jüngeres böhmisches Absatzbeil,Bruchstücke dreier Knopfsicheln,zwei gedrehte Fußringe,den Rest eines dünnen Armringes und drei Rohmetallstücke. Das Alter dieses Depotfundes wird auf etwa 3000 Jahre geschätzt. Vermutlich stammt er von einem bronzezeitlichen Händler,der das hiesige Waldgebiet durchzog und diese Werte vergrub.

Eine vorgeschichtliche Siedlung lässt sich für  den Oberlauf der Schwarzen Röder jedoch nicht nachweisen.Es ist anzunehmen,dass Seeligstadt,wie viele andere Orte der Gegend,in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts von fränkischen Kolonisten gegründet wurde,denen neues Siedlungsland im waldreichen Gebiet östlich der Elbe zugewiesen wurde.

Bild: Seeligstadt im Januar 2014
Foto: Reiner Teichler 2014

Zur Dorfentwicklung

Aus dem Flurplan des Ortes und der über die Jahrhunderte nahezu konstanten Zahl der Bauerngüter lässt sich auf zwei Dutzend fränkische Kolonisten schließen. Diese errichteten auf dem ihnen zugewiesenen Streifen Land zunächst nur roh zusammengefügte, mit Schilf gedeckte Blockhäuser, deren einfache Eckverbindungen später durch senkrechte Stützen abgelöst wurden, die den Gebäuden einen besseren Halt gaben. Der Lokator erhielt zwei Streifen Land und war somit größter Grundbesitzer, Verwalter und Richter des Dorfes. Zudem besaß er das Schankrecht, so dass das Erb(lehn)gericht gleichzeitig auch Schankhaus war. Das Erbbuch des Amtes Stolpen verzeichnet für das Jahr 1559 25 „besessene Mann“ (=Bauern) und einen Erbgärtner. Sie leisteten zahlreiche Frondienste für das Amt und das Kammergut Rennersdorf. Neben der Feldarbeit auf den amtseigenen Nutzflächen hatten sie auch Holz-, Getreide- und Fischfuhren zu erledigen und waren zum Weintransport von Naundorf und Zitzschewig nach Stolpen verpflichtet. Bei Jagden hatten sie die nötigen Netze zu befördern und Treiberdienste zu verrichten. Ferner werden zwei Förster genannt, die die Massenei zu beaufsichtigen hatten. Zum Forstgut gehörte eine Hufe Land. Für die Jahre 1510/1511 sind für Seeligstadt bereits zwei Freigüter verzeichnet, die um 1840 in königlichem Besitz waren. Die Zahl der Häuslerstellen des Ortes von 31 im Jahr 1764 hat sich bis in die sechziger Jahre des 19. Jahrhundert mit 66 Häuslern mehr als verdoppelt. Friedrich Ehregott Praßer erzählt in seiner Chronik von 1869 außerdem von acht Leinwebern, die sich im Sommer als Tagelöhner verdingten, einigen Maurern und Zimmerleuten, zwei Schuhmachern, drei Schneidern, einem Bäcker und einem Bankfleischer. Ferner nennt er je zwei Schmiede und Tischler, zwei Mühlen und zwei Gasthäuser. Die Kirche zählt zu den ältesten Dorfkirchen der Oberlausitz. Ursprünglich vielleicht nur eine Begräbniskapelle, war sie bis 1559 Filialkirche von Schmiedefeld, anschließend bis 1928 Filialkirche von Fischbach und seitdem wieder von Schmiedefeld. Heute ist die Kirche der Martin-Luther-Kirchgemeinde Seeligstadt eine Schwesterkirche von Großharthau. Das vermutlich erste Schulgebäude von Seeligstadt wurde im Jahr 1863 gegenüber der Kirche eingeweiht. Bereits 1883 musste es wegen Baufälligkeit durch ein neues ersetzt werden. Die ursprünglichen zwei Klassenzimmer wurden später um zwei weitere Klassenzimmer ergänzt, die bis 1975 die Klassen 1 bis 4 mit Schülern aus Seeligstadt und Schmiedefeld beherbergten. Danach besuchten die Kinder die Schule in Schmiedefeld. Im Jahr 1954 wurden in einem modernisierten Bauernhaus Kindergarten und Kinderkrippe geschaffen. Die Kindertagesstätte Gänseblümchen befindet sich heute in einem Neubau an Stelle des ehemaligen Kindergartens oder Schullandheimes. Im Nationalen Aufbauwerk wurde 1959 eine Turnhalle unweit des Kindergartens errichtet. Später folgte der Sportplatz Werner Seelenbinder. Der alte Sportplatz dient heute im Sommer als Karpfenteich und im Winter als Natureisbahn.
Bild: Ansicht von Seeligstadt
Foto: Reiner Teichler 2014

Bis zur Verwaltungsreform von 1952 gehörte der Ort zum Kreis Pirna. Am 1.September 1952 wurde er in den neu gebildeten Kreis Bischofswerda eingegliedert. Am 1. März 1994,kurz vor der sächsischen Kreisreform des gleichen Jahres,wurde Seeligstadt nach Großharthau eingemeindet.Infolge der Auflösung des Landkreises Bischofswerda kam die Gemeide Großharthau zum vergrößerten Landkreis Bautzen,der 2008 im nochmals vergrößerten Landkreis Bautzen aufging.

Text frei nach Wikipedia

Besucherzaehler