Der Karswald

Der Karswald ist ein mit Wiesen und sumpfigen Flächen durchzogenes Waldgebiet östlich der sächsischen Landeshauptstadt Dresden zwischen Arnsdorf, Fischbach und Rossendorf. Zusammen mit der südwestlich gelegenen Harthe  nimmt es eine Gesamtfläche von etwa 547 Hektar ein. Etwa einhundert Hektar dieser Fläche liegen im Bereich des Forschungszentrums Rossendorf.

Der Karswald erstreckt sich über ein etwa 260 m ü. NN gelegenes Gelände, das fast ebene Formen mit nur sehr schwach geneigten Kuppen und Rücken aufweist. Geringe Einschneidungen der Schwarzen Röder und ihrer Nebenbäche formten bis zu zwei Meter tiefe Täler. Überschüssiges, besonders bei Starkregen anfallendes Oberflächenwasser wird in einem großzügig angelegten Grabensystem gesammelt. An mehreren Stellen trifft man auf bis zu zwei Meter hohe Dämme früherer Teiche, deren Böden mit Entwässerungssträngen durchzogen sind.

Der direkt an der, den Karswald zerschneidende Bundesstraße 6, liegende "Richterstein".

Zum Andenken an den Försterkandidaten Alfred Richter.

Bild: Teichler Richterstein Karswald Seeligstadt
Richterstein Foto: Reiner Teichler
Bild: Teichler Richterstein Karswald Seeligstadt
Bild: Teichler Richterstein Karswald Seeligstadt
Foto: Reiner Teichler 2017

Der Karswald auf zwei Karten aus der Mitte des 18. Jahrhunderts; im Nordosten die ursprünglich mit dem Karswald verbundene Massenei.

Auf der linken Karte wurde der Karswald noch als Carswald eingetragen. Auf der rechten Karte sind die Wiesen der Großen Harthe gut zu erkennen.

Bid: Teichler Seeligstadt Karswald Arnsdorf
Karte Karswald (Carswald) um 1755
Bild: Teichler Seeligstadt Karswald Harthe Arnsdorf
Karte mit der "Harthe" um etwa 1850

Der Name Karswald ist auf das Adelsgeschlecht Karras  zurückzuführen, das bereits im 13. Jahrhundert erwähnt wird. 

Der tief im Karswald versteckt liegende " Tittmannstein"

Bild: Teichler Tittmannstein Karswald Seeligstadt
Tittmannstein Foto: Reiner Teichler
Bild: Teichler Tittmannstein Karswald Seeligstadt
Foto: Reiner Teichler 2017
Bild: Teichler Tittmannstein Karswald Seeligstadt
Tittmannstein

Zahlreiche Wanderwege durchziehen den Karswald, der forstwirtschaftlich vom Revierförster in Fischbach betreut wird. Im Karswald befinden sich die Quellen der Radeberger Exportbierbrauerei.

Etwa einen Kilometer südwestlich der Wüstung Reinhardswalde finden sich die Ruinenreste einer um 1880 errichteten Dynamitfabrik. Sie befand sich auf einem etwa dreihundert mal zweihundert Meter großen Areal und war von einem Wassergraben umgeben. Die gegenüber dem späteren Zentralinstitut für Kernphysik gelegene Fabrik wurde vermutlich nach dem Ersten Weltkrieg geschleift. Heute hat der Wald das Gelände zurückerobert. Neben dem Verwaltungsgebäude am Ende der Zufahrtsstraße sind nur noch Ruinenreste zu sehen.

In der Nähe erinnert ein Stein an einen Schullwitzer Arbeiter, der 1883 beim Schänkhübel ermordet aufgefunden worden war.

In einem Heimatheft von Kleinwolmsdorf findet man folgendes über den Karswald:

Bild: Teichler Seeligstadt Karswald

                          Wie der Name entstand

Bild: Teichler Seeligstadt Karswald Namensgebung

                          Die Bäume im Karswald  

Bild: Teichler Karswald Seeligstadt Bäume
Bild: Teichler Karswald Seeligstadt Bäume

                          Waldkatastrophen

Bild: Teichler Karswald Seeligstadt Waldereignisse
Quelle: Kleinwolmsdorfer Heimatblätter Teil 5
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